Dermatochirurgie

Neue Chefärztin seit Januar 2017 in der Havelklinik

Das Zentrum für Venen- und Dermatochirurgie der Havelklinik freut sich seit Jahresbeginn über die renommierte Medizinerin Frau Dr. Sylke Schneider-Burrus, die jetzt den Bereich der Hautchirurgie chefärztlich leitet. Die Spezialistin für Hautkrebs bringt außerdem enorme Expertise in der Behandlung von Akne Inversa mit und steht ihren Patienten seit Januar 2017 in der Havelklinik zur Verfügung. Termine können gemacht werden unter: 030/36206390

Die Havelklinik - Ihr Partner für komplexe Dermatochirurgie

Mit einem starken Fokus auf der Chirurgie beteiligt sich die Havelklinik seit über 45 Jahren erfolgreich an der medizinischen Versorgung der Berliner Bevölkerung. Dabei zeichnet sich das Haus in allen Fachbereichen durch die Zusammenarbeit mit herausragenden Medizinern, überdurchschnittlich hohe medizinische Standards und die große Expertise des erfahrenen Pflegeteams aus. Das Haus belegt bei bundesweiten Patientenbefragungen der großen Krankenkassen regelmäßig Spitzenpositionen.


Neu hinzugekommen ist der Schwerpunkt Dermatochirurgie. Unter der Leitung von Chefärztin Dr. Sylke Schneider-Burrus bieten wir Ihnen die fachliche Kompetenz und die medizinische Infrastruktur für die Therapie von Hauterkrankungen mit den Schwerpunkten gut- und bösartige Hauttumore, Akne inversa und allgemeine Dermatochirurgie. Dank modernster diagnostischer Einrichtung und einem Umfeld zum Wohlfühlen finden Sie bei uns die idealen Voraussetzungen für Ihre Behandlung.

Behandlungsspektrum
  • Malignes Melanom
  • Plattenepithelkarzinom
  • Basalzellkarzinom
  • Sonstige gut- und bösartige Tumore des Hautorgans und der Hautanhangsgebilde
  • Sinus pilonidalis
  • Akne inversa / Hidradenitis suppurativa
  • Lichen sclerosus et atrophicus
  • Phimose
  • Condylomata acuminata
  • Verrucae vulgares
  • Ulcus cruris
  • Cheilitis actinica
  • Rhinophym
Therapie
  • Mikrographisch kontrollierte Exzision
  • Regional- und Nahlappenplastiken
  • Sentinel-Node-Biopsien (alle Regionen, auch Kopf u. Hals)
  • Spalt- und Vollhauttransplantationen
  • Lymphknotenultraschall
  • Staging mittels Röntgen, CT, MRT
  • Einleitung der Nachsorge bei Malignem Melanom/ Merkelzellkarzinom
  • Serienexzisionen
  • Vermilionektomie (Lip Shave nach Langenbeck u. v. Bruns)
  • Keilexzisionen der Lippe und des Ohres
  • Exzision/Rekonstruktion bei Sinus pilonidalis & Akne inversa
  • Emmert-Plastik
  • Zirkumzision & CO₂-Lasertherapie
Akne Inversa

Was ist Akne inversa?
Bei Akne inversa handelt es sich um eine chronische Entzündung der Haut, die mit starker Eiterbildung einhergeht. In der Regel sind die Achselhöhlen, die Genitalregion und Leisten und Areale unter den Brüsten betroffen. Der Name Akne inversa ist im deutschen Raum historisch gewachsen, international wird die Erkrankung als Hidradenitis suppurativa bezeichnet. Einen echten Zusammenhang mit der bekannten Gesichtsakne gibt es nicht. Die Ursachen der Akne inversa sind derzeit noch weitestgehend unbekannt. Rauchen und Übergewicht werden als begünstigende Faktoren diskutiert. Ein genetischer Hintergrund wird vermutet, denn bei 40% der Patienten sind weitere Familienmitglieder betroffen.
Die Diagnose der Akne inversa erfolgt häufig sehr spät, in Deutschland im Durchschnitt erst nach 12 Jahren Krankheitsdauer. So werden die Entzündungen vielfach über Jahre hinweg als einfache Abszesse behandelt und die eigentliche Krankheit nicht erkannt.


Akne inversa ist eine chronisch fortschreitende Erkrankung, wobei im Einzelfall nicht vorherzusagen ist, inwieweit sie bei jedem einzelnen Patienten voranschreiten wird. Man unterscheidet bei der Akne inversa verschiedene Stadien. Das Endstadium ist von großflächigen, chronisch entzündeten, stark verhärteten Arealen gekennzeichnet, aus denen immer wieder Eiter austritt.
Nicht selten geht die Akne inversa mit Veränderungen der Stoffwechselsituation (Metabolisches Syndrom) oder Gelenkentzündungen (chronische Spondyloarthritis) einher. Diese Begleiterkrankungen sollten bei Betroffenen regelmäßig abgeklärt werden.


Therapie
Eine individuelle Untersuchung und Beratung der Patienten ist Grundlage der erfolgreichen Therapie und erfolgt im Rahmen einer Spezialsprechstunde „Akne inversa“ an unserem Zentrum.


Basistherapie
Bei leichten Fällen der Akne inversa stehen eine antiseptische oder antibiotische Behandlung im Vordergrund, z. B. mit desinfizierenden Waschlotionen oder antibiotischen Gels. Es ist wichtig, auf die Rasur der betroffenen Areale zu verzichten oder auf ein Clipping der Haare umzustellen. Risikofaktoren wie Nikotinkonsum und Übergewicht sollten diskutiert werden. Bei weiterem Voranschreiten der Erkrankung steht zunächst eine langfristige systemische antibiotische Therapie im Vordergrund. Hiermit ist in der Regel schon ein deutliches Abklingen der Entzündungen und der Eiterbildung zu erreichen. Sollte die Antibiotikatherapie zu einem ausreichenden Erfolg führen, ist keine weitere Therapie mehr notwendig.

Operative Therapie
Haben sich anatomische Veränderungen durch die Erkrankung gebildet, wie Fisteln oder instabile Narben, kann eine operative Therapie meistens nicht vermieden werden. Ziel der operativen Therapie ist es, die Fisteln und getunnelten Narben in den betroffenen Arealen zu entfernen. Hierbei besteht die Möglichkeit, den bestehenden Operationsdefekt entweder primär zu verschließen oder der Sekundärheilung, d. h. der langsamen Wundheilung, zu überlassen.

Moderne medikamentöse Therapie
Als neue Therapieoption steht die Behandlung mit Biologica, den TNF-alpha-Antagonisten, zur Verfügung. Diese kommen in Frage, wenn die entzündliche Aktivität der Erkrankung sehr hoch ist. Adalimumab ist zur Zeit als einziges Präparat für die Therapie der Akne inversa zugelassen. Unter der Therapie mit Adalimumab kommt es in der Regel zu einer erheblichen Herabsetzung der Krankheitsaktivität. Die Therapiekosten sind hoch, werden jedoch bei entsprechender Indikation von den Krankenkassen übernommen.

Leistungsspektrum
  • Individuelles Therapiegespräch bei der Erstuntersuchung und Erörterung aller konservativen und operativen
  • Maßnahmen (inkl. Antibiotikatherapie, Biologica)
  • Stadiengerechte Operationsplanung gemäß Leitlinien der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft und der Europäischen
  • Hidradenitis Suppurativa Foundation Je nach Stadium der Erkrankung operative Versorgung mit primärem Wundverschluss oder sekundärer Wundheilung
  • Stationäre Behandlung inkl. modernster Wundversorgung und Vakuumversiegelungstechnik Einführung in die postoperative Wundpflege auf der Station durch geschultes und motiviertes Pflegepersonal
  • Postoperative Überleitung in den ambulanten Bereich durch Organisation einer täglichen häuslichen Behandlungspflege zu Lasten der Krankenversicherung in enger Verzahnung mit den einweisenden Kollegen Regelmäßige postoperative Wundkontrollen in unserer Hautambulanz Fachgerechte Unterstützung bei versicherungsrechtlichen Fragestellungen (u. a. GdB, MdE)

Dr. med. Sylke Schneider-Burrus

Chefärztin Dermatochirurgie

Tel:
(030) 362 06-390
Fax:
(030) 362 06-100